Sieben der schönsten Werke Schumanns zum Spielen auf dem Klavier

Geschrieben von
Gwenn Daniel
Über den Autor
Leidenschaftliche Musikliebhaberin seit Ihrer Kindheit, hat Gwenn Daniel das Klavier am Konservatorium studiert, während sie gleichzeitig darüber hinaus kontinuierlich in musikalische Aktivitäten involviert war. Die allzeitige lebendige Neugierde dieser jungen Klavierlehrerin animiert uns, Musik aus allen Ären und in allen Stilen zu entdecken.Sie stellt nun Ihre literarischen und musikalischen Talente in den Dienst von Tomplay und freut sich Ihnen zu helfen die Geschichte von großen Klassikern zu entdecken und Sie durch die riesige Auswahl der Partituren im Angebot von Tomplay zu führen.
Veröffentlichungsdatum
27/04/2021
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Sieben der schönsten Werke Schumanns zum Spielen auf dem Klavier

In diesem Artikel haben wir sieben der schönsten Werke Schumanns für Sie ausgewählt, die Sie auf dem Klavier spielen können. Von „"Papillons" bis zu seinem "Album für die Jugend", über sein unvergessliches Klavierkonzert in A-Moll, tauchen Sie ein in die Geschichte der größten Klaviermeisterwerke Schumanns. All diese Noten mit Fingersatz finden Sie natürlich auch in den Tomplay Apps!

Das Leben und das Werk Robert Schumanns hat zwei Dinge gemeinsam: Romantik und Leidenschaft. Seine Qualen und die Liebe zu Clara Wieck sind das schlagende Herz seiner Kompositionen. Die ständige Dichotomie seiner Persönlichkeit, veranschaulicht durch die Koexistenz seiner beiden Figuren Florestan und Eusebius, lässt sich auch in seiner Vorliebe für Literatur ebenso interpretieren wie für Musik.

Der kleine Robert wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau, Deutschland, geboren. Er war das fünfte Kind der Familie und sein Vater war Buchhändler, Verleger und Schriftsteller.

Als Robert Schumann noch sehr jung war, begeisterte er sich für Literatur und träumte davon, Dichter zu werden. Zur gleichen Zeit erhielt er Klavierunterricht beim Organisten der Kathedrale und nährte eine zweite Leidenschaft für die Musik. Er hatte bereits begonnen zu komponieren.

Nach dem Selbstmord seiner Schwester Emilie 1828 und dem Tod seines Vaters beschloss kurz darauf seine Mutter, dass er in Leipzig Jura studieren sollte. Er interessierte sich jedoch wenig für sein Studium und verbrachte mehr Zeit damit, die musikalischen und philosophischen Gesellschaften der Stadt zu besuchen, als Jura zu studieren.

Während dieser Veranstaltungen lernte er den Klavierbauer und Lehrer Friedrich Wieck kennen und beschloss, in sein Haus zu ziehen, um von dessen Fähigkeiten zu profitieren. Schumann war 18 Jahre alt, wohnte bei seinem neuen Klavierlehrer und lernte dessen Tochter Clara Wieck kennen, die neun Jahre jünger als er und bereits ein Wunderkind war.

1. 1829-1831: "Papillons", Opus 2, VII. Walzer, "Semplice"

▶️ Spielen Sie "Papillons", Opus 2, VII. Walzer, "Semplice", auf dem Klavier

Zu dieser Zeit, zwischen 1829 und 1831, schrieb Schumann "Papillons", Opus 2, eine seiner ersten vollendeten Kompositionen. Diese Suite von Stücken für Klavier ist seinen drei Schwägerinnen Thérèse, Rosalie und Emilie gewidmet und ist zeitgleich mit seinen Variationen über den Namen "Abegg" entstanden.

Das Werk, das einen Maskenball darstellt, wurde direkt durch den Roman "Flegeljahre" des deutschen Schriftstellers Jean Paul inspiriert. Dies schrieb Schumann 1832 über seine Suite:

"Bring 'Papillons' zu Thérèse, Rosalie und Emilie [...]. Bitte Sie sie dann, so bald wie möglich die Schlussszene von “Flegeljahre" von Jean Paul zu lesen und sag ihnen, dass "Papillons" tatsächlich eine klangliche Übersetzung des Kostümballs sein soll, und frag sie, ob vielleicht etwas von der engelhaften Liebe von Wina, der poetischen Natur von Walt und dem lebhaften Geist von Vult gut in "Papillons" wiedergegeben ist.

Eine schöne Darstellung der engen Verbindung, die Literatur und Musik für Robert Schumann haben, der die Passagen aus "Flegeljahre" direkt mit seinen "Papillons" verband.

Werfen wir einen Blick auf Nr. 7, den exquisiten Walzer "Semplice". Der Komponist verglich die folgende Passage mit einer "sengenden Dürre in der Wüste oder der trockenen Hitze eines Fiebers". Es ist ein sanftes Intermezzo, das uns anmutig in einen Traum entführt...

In unserer Tomplay App auf mittlerem Niveau eingestuft, ist der Walzer "Semplice" aus "Papillons", Opus 2 von Schumann[3] für Amateurklavierspieler mit mehrjähriger Praxis zugänglich! Die Tomplay Noten enthalten die Fingersätze sowie eine Studioaufnahme eines professionellen Pianisten, um Ihnen den Lernprozess zu erleichtern.

2. 1834-1835: "Carnaval", Opus 9 – XII. Chopin

▶️ Spielen Sie "Carnaval", Opus 9 – XII, Chopin, auf dem Klavier

Zu Beginn der 1830er Jahre litt Schumann unter quälenden Schmerzen in seinen Armen. Die Ursachen waren ungewiss: Sehnenentzündung durch zu intensive Arbeit? Eine Lähmung der rechten Hand, die durch den Gebrauch einer seiner Erfindungen hervorgerufen wurde, die es ihm erlaubt hätte, eine größere Geschicklichkeit zu erlangen? Eine Geschlechtskrankheit? Syphilis? Was auch immer die Ursache war, die Unfähigkeit, seine Hand zu benutzen, bedeutete, dass er eine mögliche Karriere als Konzertpianist für immer aufgeben musste. Jetzt war es gewiss: Schumann würde ein Komponist sein und nur ein Komponist.

Schumanns hypochondrische und depressive Tendenzen verstärkten sich mit dem Tod seiner Schwägerin Rosalie, dann mit dem Tod seines Bruders Julius und schließlich mit der Choleraepidemie, die im Jahr 1833 in Deutschland wütete.

Schumann komponierte die "Carnaval" Suite, Opus 9, zwischen 1834 und 1835 und widmete sie dem damals in Europa sehr bekannten polnischen Geiger Karol Lipiński, den er sehr bewunderte.

Sie tragen den Untertitel "Scènes mignonnes sur quatre notes" und bestehen aus 21 Teilen, die durch dasselbe Muster miteinander verbunden sind, das aus einer oder zwei Serien von vier Noten gebildet wird und die in deutscher Notation wie ein Puzzle zu Worten zerlegt werden kann (eine weitere Demonstration der Komplementarität der beiden Kunstformen in Schumanns Werk!)

Sein "Carnaval" ist musikalisch ausgefeilter als seine "Papillons". Er schuf die Geschichte um sein Werk, seine musikalische Illustration und die Kollusion zwischen seiner Musik und den Worten selbst. Generell ist das Werk eine musikalische Darstellung eines aufwendigen, fantasievollen Maskenballs während der Karnevalssaison. Genau wie seine wachsende innere Zweiteilung lässt Schumann charmante Harmonien und düstere, kraftvolle Akkorde auf dem Klavier aufeinander folgen.

Obwohl er den zwölften Satz dieser Suite, "Chopin", Frédéric Chopin widmete, sagte dieser angeblich, der "Carnaval" sei überhaupt keine Musik. Schumann traf Chopin bei zwei Gelegenheiten, wurde aber von ihm nicht herzlich empfangen und Chopin hatte auch eine geringe Meinung von Schumanns Werken. Offenbar hatte er auch Zugang zu Schumanns Notizen über "Papillons" und verhöhnte seine lebhafte Phantasie und seine Inspiration, als käme diese direkt aus einem Buch.

Der wunderbare "Chopin" Satz aus der "Carnaval" Suite Opus 9 ist in der Art der Nocturnes des polnischen Komponisten geschrieben. In der Tomplay App ist es auf einfachem-mittlerem Niveau vorhanden und somit ein zugängliches Stück. Bei Tomplay bieten wir Ihnen die Musiknoten mit Fingersätzen und synchronisiert mit der Aufführung durch den weltberühmten Pianisten Wilhelm Kempff an. Diese exquisite Aufführung wird Ihnen helfen, das Stück zu Ihrem eigenen zu machen und Ihren Lernprozess zu erleichtern!

3. 1838: "Kinderszenen", Opus 15 - Nr. 1 “Von fremden Ländern und Menschen”

▶️ Spielen Sie "Kinderszenen", Opus 15 - Nr. 1 “Von fremden Ländern und Menschen” auf dem Klavier

1835 tauschten Robert Schumann und Clara Wieck ihren ersten Kuss aus, begannen ihre Liebesbeziehung und wollten nach Jahren des Austauschs und gegenseitiger Bewunderung heiraten.

Friedrich Wieck, Claras Vater und Schumanns ehemaliger Klavierlehrer, war vehement gegen ihre Heirat und organisierte eine Konzertreise für Clara, um sie von ihrem Verehrer fernzuhalten. Er hatte jedoch nicht mit der alles verzehrenden Leidenschaft der beiden Liebenden gerechnet, die sich weiterhin schrieben und sich vor allem gegenseitig ihre jeweiligen Kompositionen schickten.

So adaptierte Schumann monatelang die Kompositionen, die er von Clara erhielt und sie spielte öffentlich die Werke, die ihr ihr ihr Geliebter geschickt hatte. Aus ihrer Leidenschaft wurde ein echter Roman der musikalischen Liebe geboren und erstmals in Schumanns Leben hatte die Tonsprache Vorrang vor der Literatur.

Durch sein "Kinderszenen" enthüllt Robert Schumann sein Interesse für den romantischen Kult der Kindheit. Sind es Stücke, die von seiner eigenen Kindheit inspiriert sind, die von Clara, die er seit neun Jahren kannte oder eine raffinierte Mischung aus beidem?

Am 17. März 1838 schrieb er an Clara: "Ist es eine Antwort auf das, was Du mir eines Tages geschrieben hast, dass 'Du mich manchmal an ein Kind denken lässt'? Wenn ja, wirst Du sehen, dass diesem Kind Flügel gewachsen sind, denn ich habe mehr als dreißig kurze Stücke geschrieben und ein Dutzend davon ausgewählt, die ich unter dem Namen 'Kinderszenen' zusammenfassen werde. Es wird Dir zweifellos Freude machen, sie zu spielen, aber Du wirst vergessen müssen, dass Du ein Virtuose bist. Du wirst auf Effekte verzichten müssen, aber lass dich von ihrer sehr einfachen, natürlichen und schmucklosen Anmut mitreißen".

In jenem Jahr komponierte er auch mehrere Meisterwerke für Klavier, darunter seine "Kreisleriana", die durch ihren gequälten Charakter der schwierigen Zeit, die der Komponist in dieser Zeit durchlebte, besser entsprachen.

Das erste Stück in diesem Zyklus und eines der bekanntesten, "Von fremden Ländern und Menschen", lädt den Spieler ein, an der Technik der linken Hand zu arbeiten und die beiden Stimmen zu verstehen, die es zusammenbringt, zusätzlich zur fröhlichen Melodie der rechten Hand. Es ist eine sehr gute Übung, um an der Unabhängigkeit der Finger zu arbeiten. Die Musiknoten mit Fingersätzen finden Sie in der Tomplay App. Sie enthält auch eine Aufführung des Pianisten Vladimir Horowitz, die Sie sich nach Belieben anhören können und die Ihnen das Erlernen des Stückes erleichtern wird.

4. 1838: "Kinderszenen", Opus 15 - Nr. 7 “Träumerei”

▶️ Spielen Sie "Kinderszenen", Opus 15 - Nr. 7, “Träumerei”, auf dem Klavier

Hier ist ein weiteres sehr bekanntes Musikstück, aus dem Zyklus "Kinderszenen", das noch bekannter ist als das vorherige: "Träumerei" ist das zentrale Stück des Werkes.

Trotz der Einfachheit der Komposition war es ein sofortiger Erfolg und illustriert eine heitere und träumerische Introspektion. In den 1890er Jahren erschien "Träumerei" in mehr Publikationen als jedes andere Werk eines anderen Komponisten im deutschsprachigen Raum.

Die Kommentare des österreichischen Komponisten Alban Berg, die selbst berühmt geworden sind, spiegelten die Gefühle der Musikliebhaber wider, die dem Stück zuhörten: "In der Gegenwart einer solchen Melodie verliert man völlig den Boden unter den Füßen. Wir können ihren Wert erkennen, aber wir können diesen nicht nachweisen. Der Verstand wird nicht helfen, um sich über dieses Thema zu einigen; man ist für seinen Charme empfänglich oder nicht. Kein Argument ist in der Lage, jemanden zu bekehren, der sich weigert, sich darüber zu freuen, und es gibt nichts zu sagen, wenn jemand es angreift, außer dass man es ihm vorspielt und ihn zum Weinen bringt: "Wie schön!".

"Träumerei" hat übrigens einer Rose der Firma Kordes, einem deutschen Familienunternehmen mit internationalem Ruf, das sich auf den Rosenanbau und die Züchtung neuer Sorten spezialisiert hat, ihren Namen gegeben.

In der Tomplay App finden Sie auch die Musiknoten von Schumanns "Träumerei" zum Spielen auf dem Klavier. Die Noten enthalten Fingersätze sowie eine berühmte Aufführung des Pianisten Jan Lisiecki, die Ihnen beim Erlernen des Stückes helfen wird.

5. 1839: "Faschingsschwank aus Wien", Opus 26 - II. Romanze

▶️ Spielen Sie "Faschingsschwank aus Wien", Opus 26 - II. Romanze, solo auf dem Klavier

1839 ging Schumann nach Wien, der Wiege der größten romantischen Komponisten, wo er erfolglos versuchte, sein musikalisches Renommee zu verbessern und seinen Briefwechsel und Musikaustausch mit Clara fortsetzte. Obwohl ihr Vater sich immer noch weigerte, ihre Hand einem Mann zu reichen, den er als Trinker beschrieb, wurde ihre Leidenschaft nur noch stärker. Friedrich Wieck ging so weit, seine Tochter vor den Direktoren der Konzertsäle, in denen sie spielte, zu verleumden.

Die Inspiration zur Komposition von "Faschingsschwank aus Wien" erhielt Schumann durch seine Reise dorthin. Die ersten vier Sätze schrieb er vor Ort, den letzten bei seiner Rückkehr nach Leipzig im folgenden Jahr.

Wir werden hier Zeuge einer Verwandlung von Schumanns Werk, das bis dahin den musikalischen Konventionen der Zeit treu blieb und dazu beitrug, die von Beethoven und Schubert eingeleitete Metamorphose von der Klassik zur Romantik zu vollenden.

Der zweite Satz, Romanze, ist wahrscheinlich am wenigsten virtuos und nur eine Seite lang. Er ist zweifellos das traurigste Stück der Suite, aber dennoch das Exquisiteste. Spielen Sie die Partitur der Romanze aus Schumanns "Faschingsschwank aus Wien" in der Tomplay App. Die Musiknoten sind mit Fingersätzen erhältlich. Die vielen verfügbaren Funktionen, wie z.B. die Möglichkeit, sich selbst aufzunehmen und wieder anzuhören oder die Noten zu kommentieren und auszudrucken, erleichtern Ihnen den Lernprozess.

6. 1845: Klavierkonzert in A-Moll, Opus 54

▶️ Spielen Sie das Klavierkonzert in A-Moll, Opus 54 mit einer Orchesterbegleitung

1840 gingen Robert und Clara ohne den Segen des Patriarchen Wieck vor Gericht, um die Genehmigung zur Heirat zu erwirken. Darüber hinaus gewann Schumann seine Verleumdungsklage gegen ihn. Sie erhielten die offizielle Genehmigung zur Eheschließung, und die Trauung fand am 12. September 1840 in Schönefeld, einem Vorort von Leipzig, statt.

Schumanns Ehe mit Clara inspirierte viele Meisterwerke, und im selben Jahr lernte er Franz Liszt kennen. Zu dieser Zeit war die Ergänzung zwischen Robert und Clara auf ihrem Höhepunkt, da er nicht mehr spielen konnte und sie eine virtuose Interpretin war, die jedoch nicht offen komponieren konnte, da die Komposition von Musik durch Frauen zu dieser Zeit sehr geringschätzig behandelt wurde.

Schumann lebte in Claras Schatten, die in Europa ein wahrer Star war. Sie führte ihrer Karriere als Pianistin und ihres Lebens als Ehefrau und Mutter an, die acht Kinder gebar, von denen sechs überlebten. Danach ließen die Spannungen zwischen dem Ehepaar und Friedrich Wieck nach.

Schumann komponierte sein Klavierkonzert in A-Moll, Opus 54, 1845 für seine Frau - wie die große Mehrheit seiner Werke - und mit ihrem Zuspruch. Sie führte es am 13. August 1841 in Leipzig unter der Leitung ihres Freundes Felix Mendelssohn zum ersten Mal in einem Konzert auf.

Der erste Satz Allegro affettuoso präsentiert ein wild kraftvolles Anfangsthema, das in elegantem Kontrast zu einem gefühlvollen Klavier- und Klarinettenduett steht. Dem Komponisten gefiel es wirklich, sehr unterschiedliche Stimmungen miteinander zu versöhnen! Der zweite Satz Intermezzo ist sanft und schwärmerisch und geht ohne Pause in den letzten Satz Allegro vivace über, in dem er die vorhergehenden Themen wieder aufgreift, um in einem lebhaften Finale zu enden.

Bei Tomplay bieten wir Ihnen ein einzigartiges Erlebnis: Spielen Sie Schumanns Klavierkonzert A-Moll in Begleitung eines echten Orchesters! Die interaktiven Musiknoten von Tomplay sind mit der Orchesterbegleitung synchronisiert und Sie können sogar das Tempo der Musik Ihrem Niveau anpassen. 

7. 1848: "Album für die Jugend", Opus 68, Buch I – Nr. 16, "Erster Verlust"

▶️ Spielen Sie das "Album für die Jugend", Opus 68, Buch I – Nr. 16, "Erster Verlust", auf dem Klavier

Auf die Fertigstellung des Konzerts Mitte Juli 1845 folgten der völlige körperliche Zusammenbruch des Komponisten und wachsende Angstgefühle.

Im September 1848 stellte der Komponist in seinem "Album für die Jugend" die verschiedenen Miniaturstücke zusammen, die er über mehrere Jahre hinweg in pädagogischer Weise für den 7. Geburtstag seiner Tochter Marie geschrieben hatte. Wie in "Kinderszenen" ließ er sich von der Welt der Kindheit inspirieren, aber im Gegensatz dazu richten sich die Stücke im "Album für die Jugend" eher an ein junges Publikum.

Das sechzehnte Stück in diesem Zyklus, "Erster Verlust", präsentiert ein Wechselspiel zwischen den Stimmen der linken und der rechten Hand während des gesamten Stückes und schafft einen fließenden Dialog und eine nostalgische Atmosphäre. Die Musiknoten von "Erster Verlust" mit Fingersatz finden Sie in der Tomplay App.

1849-1856: Vom Licht zur Dunkelheit

Im Jahr 1849 war der Beginn einer neuen Schaffensperiode für Schumann: Lieder, Klaviermusik, Kammermusik, Vokalensembles und Chöre - es war eine sehr fruchtbare Zeit. Er unternahm auch eine Tournee gemeinsam mit seiner Frau. Es war ein großer Erfolg!

Einige Zeit später versuchte er sich im Unterrichten und Orchester dirigieren, womit er jedoch nicht erfolgreich war und von den Kritikern geringgeschätzt wurde. Für Robert Schumann, dessen körperliche und geistige Gesundheit sich von Tag zu Tag verschlechterte, war dies der Beginn eines Abstiegs in die Hölle.

1854 litt Schumann an auditiven Halluzinationen, die ihn ein Thema hören ließen, das er zu Papier brachte. Unzufrieden mit dem Ergebnis interpretierte er es jedoch als eine göttliche Warnung. Einige Tage später durchquerte er die Stadt (Düsseldorf) im Regen in seinen Hausschuhen und warf sich in den Rhein. Er wurde herausgezerrt und in eine psychiatrische Klinik gebracht, die er niemals verlassen sollte.

Er sah Clara während dieser langen Zeit der Einweisung nie wieder und sie informierte ihn auch nicht über die Geburt ihres Sohnes Felix. Sie schrieb ihm selten mehrere verspätete Briefe. Dennoch verbesserte sich Schumanns Zustand, und er wurde von Brahms und ihrem gemeinsamen Freund, dem Violinisten Joseph Joachim, besucht. Die Ärzte sprachen von einer möglichen Rückkehr nach Hause, was Clara jedoch ablehnte, da sie ihren "halb geheilten" Ehemann nicht empfangen wollte.

Der Komponist verlor alle Hoffnung. Er schrieb seinen letzten Brief an Clara, verbrannte ihre Briefe und verweigerte die Essensaufnahme. Clara besuchte ihn schließlich auf seinem Sterbebett. Am Nachmittag des 29. Juli 1856 starb Robert Schumann. Clara schrieb: "Er lächelte mich an und nahm mich mit großer Mühe in seine Arme. Und ich würde diese Umarmung nicht für alle Schätze der Welt hergeben".

Robert Schumann hinterließ seine eigene, unverwechselbare Musik: Manchmal in Euphorie und Liebe getaucht, manchmal gequält und düster, aber immer phantasievoll, pathetisch und geheimnisvoll.

 

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  • Andre Brosseau
    01/05/2021
    Wonderful presentation of Schumann. Thank you.
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